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Der Chiemsee:

Der Chiemsee, auch „bayerisches Meer“ genannt, ist mit einer Fläche von 79,9 km² der größte See in Bayern und nach dem Bodensee und der Müritz der drittgrößte See in Deutschland (der Starnberger See hat allerdings ein größeres Wasservolumen). Der Chiemsee verfügt über ein Volumen von 2.047.840.000 m³ bei einem Umfang von 63,96 km (Uferlänge mit Inseln 83 km). Das Einzugsgebiet beträgt 1.398,56 km², davon 605 km² in Bayern. Die Inseln im See sind Herreninsel(238 ha), Fraueninsel (15,5 ha) und Krautinsel (3,5 ha), die zusammen die Gemeinde Chiemsee bilden, sowie die gemeindefreie Insel Schalch (22 m²). Es wird gemutmaßt, dass der See, der Ort Chieming und der gesamte Chiemgau nach einem Grafen mit dem Namen Chiemo benannt seien. Der größte Zufluss des Sees ist die Tiroler Achen, der einzige Abfluss die Alz. Die Zuflüsse Tiroler Achen und Prien spülen Sand und Geröll in den See, so dass er langsam verlandet. Die Landschaft um den Chiemsee, der Chiemgau, ist eines der beliebtesten Erholungsgebiete Bayerns. Der landschaftliche Reiz des Chiemsees entsteht durch die unmittelbare Nähe der Chiemgauer Berge (Hochfelln, Hochgern, Hochplatte und Kampenwand). Der See steht unter dem Schutz der internationalen Ramsar-Konvention.

(Quelle: Wikipedia)

Die Inseln:

Im Chiemsee befinden sich drei Inseln, die Herreninsel, die Fraueninsel und die Krautinsel:

Die Insel Herrenchiemsee (auch als Herreninsel bekannt, frühere Bezeichnung Herrenwörth) ist mit Abstand die größte der drei im Chiemsee liegenden Inseln.  Die Insel ist das ganze Jahr über mit dem Linienschiff der Chiemsee-Schifffahrt zu erreichen, hauptsächlich von Gstadt und Prien aus, teilweise auch von anderen Orten rund um den Chiemsee sowie von der Fraueninsel. Sie ist wie die Fraueninsel ein beliebtes Ausflugsziel. Über Jahrhunderte bis zur Säkularisation in Bayern war die Insel im Besitz von Kloster Herrenchiemsee. Die Insel wurde 1873 von König Ludwig II. für 350.000 Gulden von einem Konsortium Württembergischer Holzspekulanten erworben, worauf er hier sein Schloss Herrenchiemsee erbaute. Dadurch unterblieb auch die geplante Abholzung der Insel. Das Gebäude wurde ab 1878 unter dem sogenannten Märchenkönig nach dem Vorbild des Schlosses von Versailles bei Paris erbaut. Schloss Herrenchiemsee war das letzte große Bauprojekt Ludwigs II., er bewohnte es nur wenige Tage. Die Arbeiten endeten mit dem Tod des Königs 1886, das Gebäude blieb in weiten Teilen unvollendet. Herrenchiemsee ist im Gegensatz zur Fraueninsel, die von ca. 300 Personen permanent bewohnt wird, nur von wenigen Personen ganzjährig bewohnt.

Die Insel Frauenchiemsee, auch und vor allem von den Einheimischen fast immer Fraueninsel genannt, ist nach der Herreninsel die zweitgrößte der drei Inseln im Chiemsee. Sie gehört zur Gemeinde Chiemsee im oberbayerischen Landkreis Rosenheim.  Auf der autofreien Fraueninsel wohnen beständig etwa 300 Einwohner, auf Herrenchiemsee dagegen lediglich einige wenige Personen ganzjährig. Die Insel ist das ganze Jahr über mit dem Linienschiff der Chiemsee-Schifffahrt zu erreichen, ebenso von Gstadt und Prien aus, teilweise auch von anderen Orten rund um den Chiemsee sowie von der Herreninsel. Das Kloster Frauenwörth prägt den Charakter von Frauenchiemsee, es ist Wallfahrtsort für die Selige Irmengard, die Schutzpatronin des Chiemgaus. Die Wallfahrt wie die landschaftlich reizvolle Lage der Insel ziehen täglich eine große Anzahl von Besuchern an. Zur Bekanntheit der Insel trägt seit 1820 auch die Chiemseer Künstlerkolonie bei, zu der u.a. Max Haushofer gehörte.

Die Krautinsel ist die kleinste der drei im Chiemsee liegenden Inseln (abgesehen von der winzigen künstlichen Insel Schalch westlich von Frauenchiemsee). Politisch gehört sie natürlich ebenfalls zur Gemeinde Chiemsee im Landkreis Rosenheim. Zwei namenlose Kleininseln 54 bzw. 80 Meter südlich der Krautinsel bilden deren südlichen Ausläufer. Sie sind durch eine Kiesbank miteinander verbunden. Sie weisen jeweils nur wenige Quadratmeter Fläche auf und haben gerade mal Platz für jeweils einen Baum bzw. Strauch. Diese Ausläufer gehören nicht mehr wie die Krautinsel zur Gemeinde Chiemsee, sondern zum gemeindefreien Gebiet Chiemsee im Landkreis Traunstein wie der See. Im Gegensatz zur Nachbarinsel Frauenchiemsee ist die Krautinsel unbewohnt. Sie dient im Sommer als Weide für das Vieh der um den Chiemsee herum ansässigen Bauern. Im Herbst wird das Vieh per Schiff wieder auf das Festland verfrachtet. Im Mittelalter bauten Nonnen des Benediktinerinnenklosters Frauenwörth (Frauenchiemsee) auf der Krautinsel Gemüse und Kräuter an, woraus sich auch der Name dieser Insel abgeleitet hat.

 (Quelle: Wikipedia)

Chiemauer Alpen:

Die Chiemgauer Alpen sind  bis 1.961 m ü. NN hoch. Anteil haben Deutschland mit dem Freistaat Bayern und zu einem kleineren Teil auch Österreich mit den Bundesländern Tirol und Salzburg. Der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen ist das Sonntagshorn (1.961 m) an der Grenze zwischen Bayern und Salzburg südlich von Ruhpolding und nördlich von Unken. Zwischen Prien und Traun südlich des Chiemsees erheben sich die touristisch gut erschlossenen Aussichtsgipfel Kampenwand (1.669 m), Geigelstein (1.813 m), Hochgern (1.748 m), Hochfelln (1.674 m) und Rauschberg(1.645 m). Ganz im Osten der Chiemgauer Alpen, nördlich von Bad Reichenhall, befindet sich der markante Hochstaufen (1.771 m), ebenfalls ein beliebter Aussichtsgipfel, der durch einen Felsgrat mit dem etwas höheren Zwiesel (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Ort Zwiesel im Bayerischen Wald) und dem Gamsknogel verbunden ist. Die Gipfelformen sind in der Regel nicht besonders schroff und laden insbesondere zu Wandertouren ein. Allerdings gibt es auch zwei bekannte Kletterberge: die Kampenwand und die Hörndlwand (1.684 m). Auch an der Steinplatte(1.869 m), in den südlichen Chiemgauer Alpen am Dreiländereck zwischen Bayern, Tirol und Salzburg gelegen, finden sich zahlreiche Kletterrouten. An Bergbahnen gibt es die Hochriesbahn, die Kampenwandbahn, die Hochfellnbahn, die Geigelsteinbahn, die Hochplattenbahn sowie die Rauschberg- und Unternbergbahn. Größtes Skigebiet ist das Skigebiet Winklmoos-Steinplatte im bayrisch-tirolerischen Grenzgebiet. Es gibt daneben zahlreiche kleinere Skilifte. Die meisten Gipfel der Chiemgauer Alpen lassen sich im Winter auch mit Schneeschuhen oder mit Tourenskiern besteigen (besonders beliebt sind Spitzstein, Hochgern, Sonntagshorn oder Geigelstein unter anderem).Der zwischen Inzell und Teisendorf gelegene Teisenberg ist mit 1.333 m ü. NN der nördlichste Berg im deutschen Teil der Alpen.

 (Quelle: Wikipedia)

Hochmoore, Streuwiesen und Naturschutzgebiete:

Rund um den Chiemsee befinden sich mehrere Hochmoore und Naturschutzgebiete, die zum einen Teil für Flora und Fauna einen wichtigen Lebensraum bieten, aber auch als Erholungsgebiete wunderschöne Ausflugsziele bieten. Allerdings sind einige Gebiete teilweise ganz bzw. zu bestimmten Zeiten gesperrt, um den dort lebenden Tieren genug Ruhe zu verschaffen. Es versteht sich von selbst, dass die ausgewiesenen Wegen nicht verlassen werden dürfen. Es werden hier nur ein paar der Hochmoore im Chiemgau genannt:

Grabenstätter Moos, Hirschauer Bucht und  Achendelta:

Im Jahre 1954 wurde die Mündung der Tiroler Achen in den Chiemsee unter Naturschutz gestellt. Das Achendelta ist ein Naturdenkmal ersten Ranges. Es gilt als das am besten ausgebildete Binnendelta in Mitteleuropa. Innerhalb von 30 Jahren (1869-1909) lagerten sich jährlich 172.000 m³ Geschiebe (Geröll, Gestein …) und 88.000 m³ Schwebstoffe  (zerriebene Steine, …) ab. Heute ist die Ablagerung etwas weniger geworden. Das Delta hat sich im Laufe der Zeit immer weiter in den See vorgeschoben und hat heute eine Fläche von etwa 500 ha, wobei es um 1,3 ha jährlich durch die Ablagerungen wächst. Man hat ausgerechnet, dass der Chiemsee in 8.000 bis 10.000 Jahren durch die Ablagerungen der Ache verlandet sein wird. Die Tiroler Ache ist der größte Zufluss des Chiemsees, ihr Niederschlagseinzuggebiet ist mit 944 km² das mit Abstand größte für den See relevante Niederschlagsgebiet. Wegen der selten Vogelarten wurde 1987 das Achendelta zur Kernzone erklärt, die das Jahr über nicht betreten werden darf. Auch Botaniker und andere Wissenschaftler dürfen das Mündungsgebiet nicht betreten, deshalb kann man sich vom Achendelta nur durch Luftaufnahmen ein Bild machen. Kleinere Aussichtspunkte mit Blick auf das Schutzgebiet stehen bei Übersee-Lachsgang (mit Aussichtsplattform) und an der Hirschauer Bucht. Das Gebiet bildet mit der Vogelfreistätte Grabenstätter Moos ein 1.250 Hektar großes Naturschutzgebiet von internationaler Bedeutung. Das Gebiet um die Achenmündung gehört zur Kernzone des “Ramsar-Projektes Chiemsees”, das Feuchtgebiete schützt und Lebensraum für Wat- und Wasservögeln sichert. Im Schutzgebiet findet man bis zu 260 Vogelarten. 80 bis 120 verschiedene Vogelarten brüten im Auwald des Achendeltas, 30 von ihnen kommen nur hier im Naturschutzgebiet vor. Zu den seltenen Vögeln im Achendelta gehört etwa der Flussregenpfeifer, der Flussuferläufer, der Sandregenpfeifer, der Karmingimpel und die Flussseeschwalbe. Aber nicht nur die Vögel, auch die Vegetation im Mündungsgebiet der Tiroler Ache ist sehr interessant. Es gibt zwei Arten von Achenauwald: Der Eschen-Bergahorn-Auwald und der Erlen-Eschen-Auwald.  Der seltene Straußfarn ist im Naturschutzgebiet vertreten und auch die unter Naturschutz stehende Sibirische Schwertlilie hat im Delta eine Heimat gefunden. Von ihr soll es hier den größten Bestand in ganz Mitteleuropa geben. Auch die seltene Sumpf-Platterbse ist im Achenauwald heimisch. Zum Schutze der Natur sind alle Landzugänge, sowie die Zugänge über die Ache und die Zufahrt vom See her gesperrt worden. Durch Beobachtungsplattformen können die Besucher seit 1998 dennoch von Ferne einen Einblick ins Naturschutzgebiet bekommen ohne die seltene Flora und Fauna zu stören. Seit einiger Zeit werden auch Bootsfahrten an den Rand der Achenmündung angeboten. Von dort haben die Mitfahrer dann einen Blick ins Naturschutzgebiet.

(Quelle: ChiemgauWiki)

Kendlmühlfilzn 

Die Kendlmühlfilzen ist ein Hochmoorgebiet im Landkreis Traunstein. Es liegt südlich des Chiemsees zwischen Rottau, Grassau und Übersee. Die Kendlmühlfilzn hat sich aus der Verlandungszone des früher weit größeren Chiemsees entwickelt. Die Torfschicht hatte Dicken von sieben bis acht Metern erreicht. In vergangenen Jahrhunderten wurde dieser Torf in erster Linie von Bauern zur Gewinnung von Streu und Heizmaterial genutzt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts kam es auch zur industriellen Gewinnung von Torf. Ein Torfbahnhof wurde 1920 an der Bahnlinie München-Salzburg in Rottau angelegt. In den 1970er und 80er Jahren wurde dann großflächig Frästorf für die Produktion von Blumenerde gewonnen. Die Zerstörung des Moores wurde von Anwohnern und Umweltverbänden mit der Bürgerinitiative Rettet die Kendlmühlfilzen bekämpft. Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen erfolgte 1988 die Einstellung des Frästorfabbaus und 1992 die Ausweisung als Naturschutzgebiet. Die Flächen wurden soweit möglich renaturiert. Heute sind der Torfbahnhof und die Reste der Feldbahn (Spurweite 880mm), die sogenannte „Bockerlbahn“, ein zu besichtigendes Industriedenkmal, das vom Museumsverein Torfbahnhof Rottau e.V. erhalten wird. Das darin untergebrachte Museum befasst sich mit der Geschichte des bayer. Moores und des Torfabbaus sowie mit der dort verwendeten Technik. Der Torfbahnhof befindet sich am Rande der Kendlmühlfilzen, direkt an der Eisenbahnstrecke zwischen München und Salzburg. Erwähnenswert ist auch, dass sich in diesem Torfwerk die in Europa einzige noch an ihrem alten Platz stehende und vollständige Torfballenpresse befindet. Unweit entfernt befindet sich entlang der B 305 zwischen Grassau und Rottau das Museum Klaushäusl Salz und Moor, das sich neben der Beförderung der Sole auch mit dem Thema Moor beschäftigt.

Bergener Moos

Das Bergener Moos ist eines der letzten großen Moorgebiete im Voralpenland. Mit seinem riesigen, unverbauten Niedermoor, seiner Streuwiesen und dem engen hydrologischen Kontakt zu den Berghängen, sowie seiner Tier- und Pflanzenvielfalt gehört es zu den wertvollsten Flächen der bayerischen Moore. Im Bergener Moos wurden alleine 62 Pflanzenarten der bayerischen roten Liste festgestellt. Das Bergener Moos hat sogar europaweit Anerkennung gefunden, indem es in das erste westdeutsche EU-LIFE-Fördergebiet aufgenommen wurde. Das Bergener Moos existiert seit der letzten Eiszeit, also seit über 10.000 Jahren